/// PORTRAIT ///
Jost Müller
Perkussion
Mit 33 Jahren hatte ich das erste trommlerische Flash. Völlig zugekifft
im Hafen Riesbach. Ein Jahr später nahm ich Unterricht bei Willi Kotoun,
im Ensembleworkshop. Ansonsten: „learning by doing".
Kurz darauf zog es mich für einen Trimesteraufenthalt nach Burkina
Faso. Dieser war eigentlich als Weiterbildung im Djembespiel geplant, artete
aber zu einem drei monatigen Fernkurs in Überlebensstrategie aus. Es
wurden Banderfahrungen mit vielen Lokalmatadoren gesammelt:...aaalsooo wer
ist der Lauteste und wer spielt die meisten Noten : ))
Dann wurde es ernster, denn ich plante in Amerika auch noch frech Schlagzeug
zu lernen. Nannte mich fortan offiziell „Musiker“. Konnte bis
dato aber weder Noten lesen, noch die Bridge von der Strophe unterscheiden...Aber
der Hunger kommt mit dem Essen und nach einem Jahr PIT Los Angeles geraten
die Dinge, wenigstens musikalisch, langsam ins Rollen. Kaum zurück
aus den Staaten die Scheidung, Neuorientierung.
Ich nehme Unterricht bei Panga (Cuba). Latinjazz und Salsa begeistern mich
daraufhin immer mehr (Bands: Confusion / L-jazz). Hinzu kommen erste Gehversuche
im Unterrichten, an mehreren Musikschulen. Afro- und Cuban-Tanzkursbegleitung
im In- und Ausland.
Oder Studiojobs für Bands, DJ’s, Werbung etc. ..Schulhauskonzerte
... immer wieder Projekte mit Schlagart, der Perkussionsband. Und endlich
wieder einmal eine richtig fette Band mit einer richtig guten Sängerin
und Ambitionen und und und's ... Lobith mylove !!! Und fast zeitgleich meine
zweite Liebe: Convergencia te quiero tambien!!!
Durch Lobith habe ich den Zugang zur Popmusik gefunden und bin seither wacker
am „poppen“ mit anderen Bands, wie Pim’s Newland oder
The Extra Mile, die hoffentlich keine Onenightstands bleiben!
Bis jetzt habe ich das Glück gehabt von unzählig vielen, guten
MitmusikerInnen immer wieder etwas dazuzulernen. Und wenn es auch nur die
Demut vor dem Zauber der Musik im
Allgemeinen sei.